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Die Eventagentur „staudtevents“ wurde 1994 von Felix Staudt in Darmstadt gegründet. Zum Dienstleistungsangebot des Unternehmens gehören Veranstaltungskonzeption, Event-Marketing Veranstaltungsmanagement, und Künstlervermittlung. Das Aufgabenfeld und die Stärken der Agentur sind begründet in einer stabilen regionalen Verankerung sowie in bundesweiten und internationalen Kontakten. staudtevents ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) mit den beiden Partnern Felix Staudt und Arne Schlender (seit dem Jahr 2001). Zusätzlich sind eine feste Mitarbeiterin, ein Auszubildender zum Veranstaltungskaufmann, sowie drei freie Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Damit nimmt staudtevents auch seine Verantwortung als Ausbildungsbetrieb wahr. Die Büroetage von staudtevents liegt gut zu erreichen im Donnersbergring 14 in Darmstadt, einem ehemaligen Druck- und Verlagshaus, das damit auch jetzt noch dem Zweck der Kommunikation dient.

 
Jazztrail

„Swingtown Darmstadt"
Jazztrail
„Swingtown Darmstadt"
  News & Events
  Ein Haufen Leute auf dem Jazztrail  
 
Tausende von Besuchern kamen am Samstag auf den Darmstädter Jazztrail. Auf acht Bühnen in der Innenstadt spielten 25 Bands zum 30-jährigen Bestehen des Jazzclubs. Bis spät in die Nacht jammten die Musiker in Darmstadts Kneipen.

Darmstadt, 12.Juni 2005 - „Swingtown Darmstadt - davon haben wir schon immer geträumt“. Rolf Lang, Saxophonist der Jazzband En Haufe Leit, sagt das mit leuchtenden Augen, während er sich den Schweiß von der Stirn wischt. Gerade hat er mit seiner Band auf der Bühne gestanden, ein Jazzsolo heißer als das andere geblasen und aus dem dicht besetzten Zuschauerrund im Carree einen Applaus frenetischer als der andere geerntet. Jetzt steht er zur Pressekonferenz am Bierstand, schlüpft aus der Rolle des Musikers in die sehr viel förmlichere des Jazzclub-Vorsitzenden. Beide Institutionen, Band und Club feiern 30. Geburtstag. Und da haben sich die Mitglieder selbst ein Geschenk gemacht: sie wollten die ganze Stadt zum Bluesen und Swingen bringen – ganz wie zum Mardi Gras, dem Jazz-Karneval in New Orleans.

Heiße Evenergreens, kalte Sahne
Die Rechnung geht auf. Nicht nur im Carree sind die Leute am Samstag infiziert von den treibenden Grooves und synkopierten Rhythmen. Bühnen stehen auch auf dem Marktplatz, dem Stadtkirchplatz, dem Ludwigsplatz im Herrngarten, am Weißen Turm und im Modehaus Henschel & Ropertz. Vom Luisenplatz schallte es: „Is You Is Or Is You Ain’t My Baby“ und „Bei mir bist du schön“. Weitere All-Time-Favourites folgen – in den kompakten Arrangements des Darmstädter La Java Blues Quartetts. Die Gäste des Eiscafés direkt an der Bühne lassen sich zu den heiß gebliebenen Evergreens die kühle Sahne beswingt auf der Zunge zergehen.

Einer der zahlreichen Besucher, die den Jazztrail, zu deutsch: „Jazzpfad“, abwandern, ist der Groß-Umstädter Horst Hartmann. „Ich bin Jazzfan, seit ich denken kann“, sagt der 58-Jährige. In seinem Programm hat er den Bandname En Haufe Leit unterstrichen. Das Musik-Urgestein aus der Region hat er schon mehrfach gesehen. „Ganz egal, wo die spielen, die machen einfach gute Laune.“ Zuletzt sah er die Combo bei der Groß-Umstädter Jazz-Parade. „Da ist alles etwas kleiner und gemütlicher.“
Acht Bühnen, 25 Bands bis spät in die Nacht – ist das nicht ein gewaltiger logistischer Aufwand? Arne Schlender von der Agentur „staudtevents“, die das Festival organisierte, verneit. „Wir müssen ja nicht alles alleine machen. Wir haben sechs Bühnenbauer als Partner, die die einzelnen Spielstätten betreuen.“ Der Jazztrail sei nicht die erste Großveranstaltung, die seine Agentur begleite. Zum Heinerfest organisieren sie den Party-Ablauf im Carree.

Rolf Lang schlüpft derweil zurück in seine Musikerrolle. Er und seine Bandmitglieder ziehen sich Kostüme über und marschieren los. Vier Stunden wollen sie die Innenstadt bejazzen. Als Marching Band - ganz wie zu Mardi Gras in New Orleans.
 
   
Frankfurter Rundschau, 26. Juli 2005